

Ostregion: Kommen regionale Verschärfungen?
Angesichts der steigenden Corona-Neuinfektionszahlen, die derzeit besonders den Osten des Landes betreffen, sind offenbar regionale Maßnahmen im Gespräch. Während Vorarlberg als orange Zone weiterhin entsprechende Lockerungen genießen darf, sind seitens der Bundesregierung Wien, Niederösterreich und das Burgenland in besonderem Fokus. Ein bundesweiter Lockdown wie etwa von manchen befürchtet, wird daher am heutigen Montag wohl eher nicht verkündet werden.
Fix scheint, dass beim heutigen Gipfel im Bundeskanzleramt mehr auf das Thema Regionalität gesetzt werden soll. Große Lockerungen - wie ursprünglich im Februar anvisiert - sind angesichts der teils dramatischen Lage in den Intensivstationen nicht zu erwarten. Im Gegenteil könnte sogar eine Testpflicht im Handel kommen und nach den Osterferien eine Woche Distance Learning angehängt werden.
Regionale Notbremse statt bundesweiter Lockdown
Tatsächlich könnte es für Wien, Niederösterreich und das Burgenland, wo die Intensivstationen zunehmend unter Druck kommen, Verschärfungen geben. Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) plädierte im Vorfeld für eine regionale "Notbremse".
Die Bundesregierung empfängt am Montagvormittag - wie schon von früheren Runden bekannt - die beratenden Experten am Ballhausplatz. Um 11.30 Uhr werden die Vertreter der Opposition per Videokonferenz dazugeschaltet. Um 13.00 Uhr gehen die Beratungen dann mit den Landeshauptleuten weiter, die persönlich nach Wien kommen. Danach soll es eine Pressekonferenz geben.
Größere Lockerungen der Maßnahmen dürften dort nicht verkündet werden, ist der Zuwachs der Covid-19-Patienten an den Intensivstationen doch stark besorgniserregend. "Wir müssen den Mut haben, in einzelnen besonders stark betroffenen Regionen die Notbremse zu ziehen", sagte Anschober am Sonntag. Die Politik müsse am Montag "alle erforderlichen Maßnahmen setzen, damit es nirgendwo zum Kollaps in den Intensivstationen kommt".
Aus den Bundesländern kamen allerdings am Wochenende vielmehr Rufe, zumindest die Outdoor-Gastronomie - wie ursprünglich geplant - ab 27. März zu öffnen und das sowohl von VP- als auch SP-geführten Landesregierungen. Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) wiederum schlug unter anderem einen Inzidenzkorridor vor. Unter 200 Infektionen auf 100.000 sollte es leichte Lockerungen geben, bei über 400 Verschärfungen. (hh/APA/Red)